Hilfspakete für abgelegene Dörfer

Unterstützung von Menschen unterhalb der Armutsgrenze in Laos

So 03.02.2019 - 14:50, geschrieben von Alexandra, veröffentlicht von Frank

Laos

 

Im Januar 2019 besuchen Florian, Keo und Alexandra abgelegene Dörfer im Norden von Laos. Das südostasiatische Land, durch welches der Mekong fließt, ist bekannt für seine Berge, seine Architektur aus der französischen Kolonialzeit, die Siedlungen der Bergvölker und für seine unzähligen buddhistischen Tempel. Mit einer Fläche von 236.800 km² und etwa 7 Millionen Einwohner grenzt der Staat an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar an.

 
Laos ist ein Agrarstaat. Etwa 80 % der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Im Gegensatz zu Thailand und zunehmend auch Kambodscha oder Vietnam, ist das Land noch weitgehend unberührt von den großen Touristenströmen. 
Aufgrund von niedrigem Pro-Kopf-Einkommen, schlechtem Gesundheitszustand der Bevölkerung und mangelnder touristischer Infrastruktur ist das Land derzeit – mit Ausnahme von Luang Prabang, Vang Vieng und Vientiane – für Pauschaltouristen unattraktiv. Trotzdem ist der Tourismus einer der aufstrebenden Wirtschaftszweige.
 
Laos verzeichnet eine niedrige Alphabetisierungsrate. So können nur zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen über 15 Jahren lesen und schreiben. Zwei Drittel der laotischen Kinder brechen vorzeitig die Grundschule ab, um zum Lebensunterhalt der Familie etwas beitragen zu können, insbesondere in der Feldarbeit.
 
Ein besonderes Problem stellen die Blindgänger dar, die aus dem Vietnamkrieg stammen. Sie machen das Land zu einem der Staaten mit den größten Mengen an nicht explodiertem Kriegsmaterial im Boden. Von den mehr als 2 Millionen Tonnen Bomben, die zwischen 1964 und 1973 von den amerikanischen Luftstreitkräften in mehr als 530.000 Fliegerangriffen über Laos abgeworfen wurden, sind bis heute etwa 50 Prozent des Landes betroffen. Regelmäßig werden Menschen durch Blindgänger verletzt oder getötet. (vgl. Wikipedia)
 
Keo fand zum Glück einen versierten Fahrer und ein allradbetriebenes Auto, welches gemietet werden konnte. Dies stellte sich schwieriger heraus, als zunächst gedacht, denn die wenigsten Landsleute können sich ein Auto leisten. Auch in den Städten verwenden die Leute Fahrräder und wer Aussicht hat, es zu schaffen, spart für einen Roller. In den meisten Regionen jedoch gelten Roller und auch Fahrräder noch als Luxusgüter.
 
Zu dieser Jahreszeit regnet es ungewöhnlich viel, wodurch die ungeteerten Wege noch matschiger und mit tiefen Löchern versehen sind. Wasserläufe können oft nur durch Furten überquert werden. 
Jeden Tag werden neue Dörfer aufgesucht, um Familien, alleinstehende alte oder behinderte Menschen mit Nahrungs- und Hygienepaketen, warmen Mützen und gelegentlich mit einem kleinen Zuschuss zum monatlichen Einkommen zu unterstützen. 
 
Die Lebensumstände sind ernüchternd und die Bauten, in welchen die Menschen leben, erinnern an mittelalterliche Zeiten. Wenn man in eine der Hütten blickt, kann man in Bambuskörbchen etwas Reis erkennen. In einigen eisernen Töpfchen, die einer 75-jährigen Frau gehören, sieht man ein paar getrocknete Pilze und Kräuter. Trotz der Armut, die man überall unschwer erkennen kann, berühren einen die feinen, fast vornehmen Blicke der Bewohner. 
 
Ein kleiner Junge humpelt Florian durch den Matsch entgegen. Auch er möchte sich eine der warmen Mützen abholen, die gerade ausgeteilt werden. 
Um seinen Fuß ist ein altes Stück Stoff gebunden. "Was ist mit seinem Fuß passiert?“ wollen wir wissen. Der Junge war erst kurz zuvor in einen Nagel getreten. 
Auf Nachfrage erklärt die Mutter, dass sie den Jungen gerne zur ärztlichen Versorgungsstation gebracht, sie jedoch kein Geld dafür hätte.
Eine halbe Stunde später sitzen Mutter und der Kleine in unserem Jeep und zwei Stunden später ist der Fuß medizinisch versorgt und die Mutter bekommt Medizin und Verbandsmaterial mit nach Hause.
Die Rechnung des Krankenhauses beträgt 50.000 laotische Kip, was umgerechnet etwa 5 Euro sind.
 
Wir möchten ALLEN Freundinnen und Freunden zu Hause DANKE sagen für jegliche Aktion, die ihr euch einfallen lasst und für alle eure großzügigen Spenden!
DANKE auch an Nina für den wertvollen Tipp, die Menschen aufzusuchen, die in Laos den Minderheiten angehören, die weder laotisch, englisch oder französisch sprechen und die es besonders schwer haben...
 
 

So 13.01.2019 - 20:01, geschrieben von Frank, veröffentlicht von Frank

Team unterwegs in Laos

Seit einer Woche ist Alexandra in Laos, wo sie gemeinsam mit Florian und Keo im Hinterland unterwegs ist. Ausgehend von Luang Prabang im Norden des Landes geht es auf unbefestigten Wegen in abgeschiedene Dörfer.
Hier einige Fotos vorab bevor wir Euch mit mehr Informationen und Bildern berichten ...

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Anfahrt in die Dörfer mit zwei Pick-up's zum Material- und Personentransport.
Unbefestigte Straßen und Furten durch die kleinen Flüsse.
Einfache Behausungen, vornehmlich aus Holz und Bambus gebaut.
Vor allem ältere Menschen leiden unter den ärmlichen Lebensbedingungen.
Die Mahlzeiten sind karg. Neben Reis werden Pilze, Kräuter und Früchte im Wald gesammelt.
Obwohl der Vater zusammen mit seiner Frau als Tagelöhner arbeitet, reicht es oft nicht einmal um die ganze Familie satt zu machen.
Florian gibt nach der Mützenverteilung auch Süßigkeiten aus, worüber sich die Kinder sehr freuen.
Keo verteilt Mützen an die Kleinen.

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