Medical Camp und andere Projekte

Fortsetzung der Projekte in Nord- und Ostindien

So 11.06.2017 - 08:30, geschrieben von Alexandra, veröffentlicht von Frank

Team in Bihar eingetroffen und ein Teil zurück in der Heimat

Gestern sind Alexandra, Alina, Alois und Tobias gemeinsam mit Venu von Delhi nach Patna gereist. Sie werden dort die Schulprojekte besuchen und fortführen. Parallel sind Michael und Jürgen zurück nach Deutschland geflogen, wo sie gestern Abend wohlbehalten eingetroffen sind.
Das medizinische Camp war ein voller Erfolg!
Fotos und Bericht folgen kurzfristig, neben der weiterlaufenden Arbeit diese auszusuchen und Texte zu schreiben ist manchmal schwierig und dauert daher noch ein wenig

 

Sa 10.06.2017 - 05:30, geschrieben von Alexandra, veröffentlicht von Frank

Nächster Bericht - Team inzwischen zurück in Delhi und vor Weiterreise nach Bihar

Seit Jahren hilft Sunny bei den Projekten des FriendCircle WorldHelp mit. Er war selbst einmal viele Jahre Straßenkind. Drogen und Alkohol standen auf seinem Tagesplan und er und seine Freunde hatten keine Perspektive im Leben, glaubten nicht an eine bessere Zukunft ohne Dorgen und hatten jede Hoffnung bereits verloren. 
2011 lernte unser Team Sunny kennen. Damals hatte er gerade einen Entzug hinter sich. Durch seinen starken Willen, seinen tiefen Glauben an etwas Höheres und die Inspiration durch die Arbeit des FriendCircle WorldHelp gründete er vor etwa drei Jahren eine Organisation, die klein anfing, aber mittlerweile große Erfolge aufweist.
Menschen, die wie er damals, aufgrund von zu vielen Sorgen und Problemen in die Abhängigkeit rutschten, gibt er nun die Möglichkeit, in gemieteten Räumen einen Entzug zu machen und mittels eines straffen Tagesplans ihr Leben neu zu ordnen und zu disziplinieren. 
Gespräche, gemeinsames Kochen, Yoga, Singen und Tanzen stehen auf dem Tagesplan. Nach einigen Monaten oder einem Jahr gehen die Leute dann "zurück ins Leben"- mit Hilfestellung- indem Sunny vorher gemeinsam mit ihnen eine Arbeit gesucht hat und die Familien der Betroffenen in die Gespräche mit einbezieht.
Jeweils 20 bis 40 Männer (es ist ein Kommen und Gehen) finden heute in den äußerst spartanisch eingerichtenten Räumen (ein größeres Zimmer mit einer Dusche (Handpumpe!), eine Toilette, eine winzige Küche und ein Raum, um neue Leute zu empfangen oder Gespräche mit Angehörigen zu führen.
 
Sunny, der selbst erst 33 Jahre alt ist, lebt 24 Stunden zusammen mit den Leuten, die zu ihrem „großen Bruder“ aufschauen.
Da die Dächer der sehr einfachen, teils garagenähnlichen Einrichtung löchrig waren, kaufte der FriendCircle WorldHelp Dächer. Ursprünglich war nicht den ganzen Tag Strom und frisches Wasser vorhanden. Der FriendCircle WorldHelp kaufte Solarplatten und darüberhinaus Kühlgeräte und Ventilatoren gegen die Hitze des Sommers.
Anfangs saßen die Leute bei 40 Grad dicht gedrängt in dem kleineren der Räume, der dickere Mauern hat und in welchem es ein oder zwei Grad kühler war als im großen, um den Sommer zu überstehen. Denn Ausgang kann den wenigsten von ihnen gewährt werden, solange sie nicht wirklich clean sind und verstanden haben, dass ein Leben ohne Drogen eine bessere Zukunft für sie und ihre Familie bedeutet.
Viele ergreifende Geschichten kann Sunny heute berichten. Junge Menschen, die ihr Zuhause seit Jahren nicht mehr gesehen haben, trauen sich wieder zu ihren Eltern, um zu zeigen: „Ich bin ein anderer Mensch geworden.“ Manch einer von ihnen arbeitet wieder ganz normal und unterstützt seine Familie, andere sind frisch verheiratet ;-)
 
Bei dieser Tour behandelt Michael die Menschen in Sunny's Einrichtung zum zweiten Mal. Medikamente, notwendige Untersuchungen außerhalb und kleine Geräte wie z.B. einen Blutzuckermesser stellt der FriendCircle WorldHelp. Im Winter bekommen die Männer Pullover und Decken. 
Da nur etwa die Hälfte der Angehörigen Sunny etwas Geld für Essen und Unterkunft ihrer Verwandten geben kann, wird das Essen am Monatsende schon manchmal knapp. Dann kauft der FriendCircle WorldHelp Reis, Linsen und Öl für einen oder zwei Monate.
 
DANKE an ALLE Freundinnen und Freunde zu Hause, die mit uns zusammen ein Herz für Menschen haben, die "ganz unten“ sind und sich eine bessere Zukunft nicht mehr vorstellen können. Jeder, der es geschafft hat, wird die Welt wieder ein wenig besser machen!

 

Fr 02.06.2017 - 17:30, geschrieben von Alexandra, veröffentlicht von Frank

Verschiedene Impressionen der Suppenküche für Straßenkinder und Notleidende in Delhi…

Indien hat schätzungsweise 11-18 Millionen Kinder, die ihr Leben mit ihren Eltern oder auch alleine mit Freunden auf der Straße verbringen.
Wenn die Freunde des FriendCircle WorldHelp mit den Taxis kommen und aus dem Fenster winken, fangen Scharen von Kindern an, über die Straße zu laufen und anderen zuzurufen,
dass es wieder Essen umsonst gibt!

Mit Sträußen von roten Rosen, die sie im heißen, staubigen und smogbelasteten Verkehrstreiben mühsam versuchen zu verkaufen, indem sie an die Scheiben langsam fahrender Autos klopfen oder warten, bis die Ampel rot ist, kommen einige von ihnen angerannt. 
Alle Kinder und auch andere bedürftige Menschen reihen sich sitzend auf der Mauer vor dem kleinen Straßenstand auf. Etwa 80 Menschen zählen wir diesmal.
Einen großen Teller Reis mit Bohnen gibt es, Kekse und einen großen frischen Obstsaft.
Die Erleichterung, kurz ausruhen zu können und mit Leckerem und Nahrhaftem bedient zu werden liest man in den Augen der Kinder und auch wir selbst können sie fühlen.
Und während unser Team die „Geschenke“ unserer Freunde zu Hause verteilt ist es, als wenn wir selbst beschenkt würden!…
DANKE an ALLE, die diese "kleinen- großen" Momente des Lebens möglich machen! 
 
Fotos:
Mit freudiger Begeisterung laufen die Kinder zum Ort der Suppenküche...

 

Do 01.06.2017 - 16:45, geschrieben von Alexandra, veröffentlicht von Frank

Gut angekommen und erste Eindrücke

Am 29.05. startet unser sechs-köpfiges Team aus Deutschland um 11.10 Uhr morgens in Nürnberg.
Ankunft: 4.35 Uhr morgens in New Delhi. Die Temperatur ist um diese Uhrzeit noch gut erträglich, während man tagsüber oft gegen eine „Wand aus Hitze“ läuft, sobald die Türen der klimatisierten Geschäfte und des Hotels, in dem unser Team untergebracht ist, zur Straße hin öffnen.
Mit zwei Taxen und 16 Gepäckstücken erleben Alina, Alois und Tobias einen ersten, für hiesige Verhältnisse gediegenen Vorgeschmack des indischen Verkehrs.
Milch und Brot zum Frühstück und dann erstmal ein paar Stunden aufs Ohr gelegt…
 
Nach kurzer körperlicher Regeneration werden die üblichen, jedoch notwendigen Besorgungen erledigt.
Simkarten für die Handys, damit jeder Verbindung nach Hause hat und sich niemand von Familie und Freunden unnötig Sorgen machen braucht.
Alina sucht Stoff für ihre „indische Tracht“ aus. Überall, wo Erledigungen anstehen, werden die Freunde des FriendCircle WorldHelp besonders freundlich begrüßt. 
Schließlich sind sie seit vielen Jahren Stammkunden ;-)
Am Nachmittag kommen auf Bitten von Michael hin zwei Geschäftsbesitzer eines medizinischen Ladens persönlich ins Hotel, um mit ihm die lange Liste an Medikamenten durchzugehen, die für das Medizinsche Camp dringend gebraucht werden. 
Abends gibt es noch einen Medizinsichen Workshop für die Teammitglieder, um sich beim Medical Camp mit Blutdruckmessen, medizinischer Assistenz und Test-Durchführung nützlich machen zu können.
Während Alois, Tobias und Alexandra nach 22.00 Uhr sofort gut einschlafen können, liegen Jürgen, Michael und Alina aufgrund der Zeitverschiebung (3,5 Stunden) noch eine Weile wach…
DANKE an ALLE unsere Freundinnen und Freunde zu Hause fürs Mitfiebern und Daumendrücken ;-)
 
Bildunterschriften der ersten Fotos, Galerie folgt kurzfristig:
* Zusammen mit Venu und vielen anderen indischen Freunden organisierten Michael und Alexandra ca. zwei Monate vor der Tour die notwendigen Details zur Durchführung des Medical Camps und des 2. Teils der Reise in die Lepradörfer von Bihar.
* Besprechung und Bestellung von Medizin fürs Camp im Hotelzimmer. (Im Bild von links: Ladenbesitzer, Tobias, Alois, Michael)
* In verschiedenen Geschäften kauft das Team weiteres Zubehör fürs Medical Camp ein. Hier beim Erwerb eines Sterilisations-Topfes.
* Und hier werden Testrollen fürs EKG gekauft.
* Die Hitze in den engen Geschäftsgassen in „Old Delhi“ ist nur mit einem Becher Chai erträglich ;-)   Zum Wohl und liebe Grüße an ALLE zu Hause!!! (Im Bild von rechts: Alina, Jürgen, Alois)
* Während des Einkaufens gibt es längere Wartezeiten, doch durch die vielen Eindrücke bleibt es immer interessant...
* Indien, ein Land großer Kontraste… Zeit zum Nachdenken und für Philosophie...
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Zusammen mit Venu und vielen anderen indischen Freunden organisierten Michael und Alexandra ca. zwei Monate vor der Tour die notwendigen Details zur Durchführung des Medical Camps und des 2. Teils der Reise in die Lepradörfer von Bihar.
Die Hitze in den engen Geschäftsgassen in „Old Delhi“ ist nur mit einem Becher Chai erträglich ;-)   Zum Wohl und liebe Grüße an ALLE zu Hause!!! (Im Bild von rechts: Alina, Jürgen, Alois)
Verschiedene Impressionen der Suppenküche für Straßenkinder und Notleidende in Delhi…
Indien hat schätzungsweise 11-18 Millionen Kinder, die ihr Leben mit ihren Eltern oder auch alleine mit Freunden auf der Straße verbringen.
Mit freudiger Begeisterung laufen die Kinder zum Ort der Suppenküche...
Das kleine Kind schaut Alois interessiert an...
Und schon bald kommen die ersten Essen…
"Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten.“ (Zitat, Wilhelm Busch)

Kommentare(1)

Wunderbar, dass es diese kleinen großen Momente gibt.
Passt gut auf Euch auf.
pat

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