Unterstützung

Bergschulen und Unterstützung von Bedürftigen in Armenvierteln

Fortsetzung der Projekte in Nordindien – Frühjahr 2026

Nachdem Michael und Alexandra bereits im Januar 2026 für den FriendCircle WorldHelp in den Ausläufern des Himalaya unterwegs gewesen waren, führte eine weitere Reise die beiden erneut in den Norden Indiens. Viele der Eindrücke und Begegnungen des ersten Einsatzes wirkten noch nach. Gleichzeitig standen weitere Besuche in Armenvierteln, Ziegeleien und abgelegenen Bergregionen auf dem Programm.

Wie bereits im Januar begann die Arbeit mit umfangreichen Einkäufen und Vorbereitungen vor Ort. Gemeinsam mit den langjährigen Freunden und Helfern vor Ort wurde zuerst eingekauft, sortiert und für die Verteilungen vorbereitet. Ziel war es erneut, besonders bedürftige Familien und Schulkinder in Regionen zu unterstützen, die nur wenig oder gar keine Hilfe erhalten.

Ein Schwerpunkt der Reise lag diesmal auf Bergschulen in den höheren Lagen des Himalaya. Die Fahrt führten das Team über viele Stunden auf schmalen und kurvenreichen Straßen bis in die Umgebung der Bergstation Shimla. Mit zunehmender Höhe wurden die Dörfer kleiner, die Wege beschwerlicher und die Lebensbedingungen oftmals noch extremer.

In mehreren Schulen konnten Schulmaterialien, Hefte, Stifte und weitere Lernutensilien an die Kinder verteilt werden. Für viele Familien stellen selbst diese grundlegenden Dinge eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Entsprechend groß war die Freude der Schülerinnen und Schüler, als sie die Materialien in Empfang nehmen konnten. Der erste Eindruck in den Schulen täuscht oft über die realen Lebensbedingungen, da durch die vorgeschriebene Schuluniform, alles recht ordentlich wirkt. Zwei Garnituren bekommen die Kinder im Jahr von der Regierung gestellt, aber bei genauer Betrachtung sieht man, wie verschlissen viele sind, oder dass die Größe nicht mehr passend ist.

Dementsprechend nachvollziehbar ist erneut, welche Bedeutung und welchen Stellenwert  Bildung für die Familien in den Bergen einnimmt. Trotz einfachster Lebensverhältnisse und oftmals sehr langer Schulwege bemühen sich Eltern und Lehrer mit großem Einsatz darum, den Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Die Besuche in den Schulen führten dem Team einmal mehr vor Augen, welchen Unterschied bereits kleine Unterstützungen im Alltag der Kinder bewirken können.

Neben den Bergregionen standen erneut mehrere Armenviertel auf dem Programm. Bereits während der Januarreise hatte das Team dort viele Familien besucht, die unter äußerst schwierigen Bedingungen leben. Viele Familien wohnen in einfachen Hütten aus Wellblech, Planen oder zusammengesuchten Baumaterialien, ohne Wasser und Stromversorgung. Gerade nach Einbruch der Dunkelheit stellt dies für viele Menschen ein großes Problem dar. Viele alltägliche Arbeiten werden erschwert und Sicherheit ist nur eingeschränkt vorhanden.

Aus diesem Grund wurden diesmal neben anderen Hilfsgütern auch Solarlampen verteilt. Die Lampen können tagsüber durch Sonnenlicht aufgeladen werden und spenden am Abend Licht, ohne dass laufende Kosten entstehen. Für viele Familien bedeutet dies eine spürbare Verbesserung ihres Alltags. Besonders die Kinder profitieren davon, da sie ihre Hausaufgaben nun auch nach Sonnenuntergang erledigen können. Aber auch bei nächtlichen Gängen außerhalb der Hütte, zum Beispiel beim Toilettengang, ist das Licht eine große Verbesserung, da es hilft, z.B. giftige Tiere zu erkennen und nicht versehentlich auf eine Schlange zu treten.

Ein weiterer Bereich der Arbeit auf dieser Reise war die Unterstützung von Familien, die in Ziegeleien arbeiten. Die Arbeitsbedingungen dort gehören zu den härtesten überhaupt. Bereits in den frühen Morgenstunden beginnt die körperlich anstrengende Arbeit. Ton muss geformt, Ziegel transportiert und unter oftmals großer Hitze verarbeitet werden. Viele Arbeiter verrichten diese Tätigkeit täglich über viele Stunden hinweg für einen sehr geringen Lohn.

Besonders bewegend war für das Team, dass häufig ganze Familien in die Arbeit eingebunden sind. Während die Erwachsenen schwere körperliche Arbeit leisten, wachsen die Kinder direkt im Umfeld der Ziegeleien auf. Die Lebensbedingungen sind meist einfach, und der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und anderen grundlegenden Einrichtungen ist oft eingeschränkt.

Das Team besuchte mehrere dieser Arbeitsplätze und konnten Hilfsgüter sowie Schulmaterialien für die Kinder der Arbeiterfamilien übergeben. Die Begegnungen waren geprägt von großer Herzlichkeit und Dankbarkeit. Gleichzeitig machten sie deutlich, mit welchen Herausforderungen viele Menschen täglich konfrontiert sind, um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern.

Die Verteilungen verliefen während der gesamten Reise in ruhiger und geordneter Atmosphäre. Immer wieder entstanden Gespräche mit Familien, Lehrern und Kindern. Dabei zeigte sich erneut, wie wichtig neben der materiellen Unterstützung auch die persönlichen Begegnungen sind.

Am Ende der Reise blieb die Erkenntnis, dass die Herausforderungen in vielen Regionen weiterhin groß sind. Gleichzeitig wurde aber auch sichtbar, wie viel Hoffnung, Lebensfreude und gegenseitige Unterstützung selbst unter schwierigen Bedingungen vorhanden sind.

Mit vielen neuen Eindrücken, bewegenden Begegnungen und großer Dankbarkeit kehrten Michael und Alexandra nach Deutschland zurück. Die Tour hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Unterstützung ALLER Freundinnen und Freunde zu Hause ist. Nur durch diesen wertvollen Beitrag konnten die Schulmaterialien, Solarlampen und weiteren Hilfsgüter beschafft und direkt an die Menschen weitergegeben werden.

© Copyright by FriendCircle WorldHelp. Alle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis vom FriendCircle WorldHelp ist nicht gestattet.
...
...
...
...
...
...
...
...
Unterwegs in Armenvierteln
...
...
...
Unterwegs in Ziegeleien und Unterstützung für Arbeiterfamilien
Abendstimmung auf der Rückfahrt zur Unterkunft
...
Gleich geht es los
Vorbereitungen für die Verteilung
Einer unserer (noch) vollbeladenen Trucks
...
...