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Unterwegs in Bergdörfern

Bericht von der Reise im April 2026 nach Nepal

Im April 2026 machte sich erneut ein kleines Team vom FriendCircle WorldHelp auf den Weg nach Nepal. Diesmal reisten Benno und Tina in den Himalaya-Staat, um verschiedene Projekte zu besuchen und weiterzuführen. Bereits Wochen vor der Reise entstanden die Planungen in engem Austausch mit Mingmar Sherpa, unserem langjährigen Freund und Ansprechpartner vor Ort. Mingmar arbeitet mit friends help friends bereits seit den schweren Erdbeben im Jahr 2015 in Nepal zusammen. Auch Alfred, der in den vergangenen Jahren mehrfach in Nepal gewesen war und zahlreiche Projekte gemeinsam mit Mingmar betreut hatte, brachte seine Erfahrungen in die Vorbereitung mit ein.

Trotz der angespannten weltpolitischen Lage und der damit verbundenen Unsicherheiten im internationalen Flugverkehr verlief die Reise erfreulicherweise reibungslos. Nach der Ankunft in Kathmandu begannen, gemeinsam mit Mingmar, direkt die Vorbereitungen für die kommenden Tage. Noch bevor die eigentlichen Besuche in den Bergdörfern starteten, mussten zahlreiche Einkäufe organisiert werden – eine Aufgabe, die sich in Nepal oftmals deutlich zeitintensiver gestaltet als ursprünglich gedacht.

So ging es in ein Viertel Kathmandus, in dem sich zahlreiche Geschäfte für Sanitärbedarf, Leitungen und Haushaltswaren befinden. Da in Nepal der Samstag traditionell als Ruhetag gilt, waren viele Läden geschlossen. Dennoch gelang es nach langen Verhandlungen und intensivem Feilschen, Wasserleitungen, Pumpen, einen großen Wassertank, Geschirr für Schulen, Schuluniformen für 110 Schüler sowie viele weitere benötigte Materialien zu organisieren. Insgesamt wurden dabei rund 1,7 Millionen nepalesische Rupien investiert – umgerechnet etwa 10.000 Euro.

In den engen Straßen Kathmandus wurden Wasserpumpen, Leitungen, große Kochtöpfe, Geschirr für Schulen, Kabel, Werkzeuge und viele weitere Materialien besorgt. Einige wichtige Komponenten hatte Mingmar bereits vorsorglich organisiert, da er aufgrund der internationalen Spannungen Lieferengpässe und starke Preissteigerungen befürchtet hatte. Wie so oft zeigte sich dabei, wie wertvoll verlässliche Freundschaften und die langjährige Zusammenarbeit vor Ort sind.

Ein Schwerpunkt der Reise lag diesmal im Dorf Phulbari. Dort litten viele Familien seit langer Zeit unter erheblichen Problemen bei der Wasserversorgung. Wasser musste mühsam über weite Strecken und steile Wege getragen werden. Gemeinsam mit den Dorfbewohnern wurde deshalb ein neues Wassersystem aufgebaut. Über hunderte Meter wurden Wasserleitungen verlegt, ein großer Wassertank installiert, Stromleitungen vorbereitet und schließlich eine Wasserpumpe an einer Quelle tief unterhalb des Dorfes montiert.

Die Bedingungen in dieser abgelegenen Bergregion waren äußerst herausfordernd. Heftige Regenfälle erschwerten immer wieder die Arbeiten und verlangsamten den gesamten Ablauf. In höheren Lagen der umliegenden Berge lagen teilweise noch bis zu zwei Meter Schnee. Die Dorfbewohner arbeiteten bei diesen schwierigen Bedingungen mit großem Fleiß und hoher Motivation. Männer, Frauen und Jugendliche gruben Leitungsgräben, transportierten Material und erledigten die Arbeiten bis spät in den Abend hinein.

Der wohl bewegendste Moment kam, als die Pumpe nach mehreren Stunden voller Anstrengung und Spannung schließlich funktionierte und das Wasser erstmals oben im Dorf ankam. Für viele Familien bedeutet dies in Zukunft eine enorme Erleichterung im Alltag. Das mühsame Tragen schwerer Wassergefäße über steile Wege gehört nun zumindest teilweise der Vergangenheit an.

Neben den technischen Projekten standen wie immer auch zahlreiche Familienbesuche im Mittelpunkt der Reise. Tina, Benno und Mingmar besuchten alte, kranke und besonders arme Menschen direkt in ihren einfachen Häusern und Lehmhütten.

Besonders berührend war der Besuch bei einem blinden Ehepaar, das gemeinsam mit den Eltern der Frau und ihrem Kind in sehr einfachen Verhältnissen lebt. Ebenso bewegend waren Begegnungen mit alleinstehenden älteren Frauen, kranken Tagesarbeitern oder Familien, die mit ihren Kindern und Tieren gemeinsam in nur einem Raum leben müssen.

Immer wieder zeigte sich, wie schnell Krankheit oder ein Unfall Familien in existenzielle Not bringen können. Die Menschen besitzen keine Rücklagen. Arztbesuche, Medikamente oder Krankenhausaufenthalte führen häufig zu hohen Schulden, die kaum mehr zurückgezahlt werden können.

Durch direkte finanzielle Hilfe konnten Medikamente, Lebensmittel, Stromanschlüsse oder notwendige Untersuchungen ermöglicht werden. Gleichzeitig wurde vereinbart, einige Fälle weiter nachzuverfolgen.

Anschließend führte die Reise weiter in das abgelegene Dorf Rorang. Aufgrund von Regen, schwierigen Straßenverhältnissen und langen Fahrzeiten verzögerte sich die Ankunft deutlich. Auch dort konnten zahlreiche Familien besucht werden.

Um die Bewohner des Dorfes mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen, wurden zunächst große Mengen Reis und Linsen eingekauft. Insgesamt organisierte das Team 40 Säcke Reis zu je 30 Kilogramm sowie acht Säcke Linsen mit jeweils 25 Kilogramm für die 40 Häuser des Dorfes Rorang. Die Versorgung der abgelegenen Region stellte erneut eine logistische Herausforderung dar, da die Lebensmittel in mehreren Fahrten in das Bergdorf transportiert werden mussten.

Zusätzlich verteilte das Team Matratzen, Decken, Werkzeuge, Kochutensilien sowie medizinische Salben. Auch die örtliche Schule erhielt Unterstützung in Form von Schuluniformen, Geschirr und weiteren dringend benötigten Materialien.

Nach der Verteilung von jeweils 30 Kilogramm Reis und 5 Kilogramm Linsen pro Familie sowie der Übergabe von Schuluniformen, Geschirr und großen Töpfen für die Kinder der örtlichen Schule bedankten sich die Dorfbewohner schließlich mit Liedern und traditionellen Tänzen – ein bewegender Moment für alle Beteiligten.

Wie bei vielen früheren Reisen war es auch diesmal nicht nur die materielle Hilfe, die in Erinnerung blieb. Besonders die Begegnungen mit den Menschen, die große Herzlichkeit trotz schwieriger Lebensbedingungen und die dankbaren Gespräche hinterließen bei allen Beteiligten tiefe Eindrücke.

Nach intensiven Tagen in den Dörfern kehrten Benno und Tina schließlich wieder nach Kathmandu zurück. Von dort begann dann wieder die weite Reise in die Heimat – voller Eindrücke der faszinierenden Bergwelt Nepals einerseits und der schwierigen Schicksale der vielen Menschen, denen sie begegnet waren, andererseits …

 

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Nach einer Verteilung von je 30 Kilo Reis und 5 Kilo Linsen pro Familie und der Übergabe von Schuluniformen, Geschirr und Töpfen für die Kinder der örtlichen Schule bedankten sich die Dorfbewohner mit Liedern und Tänzen…
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Die Freude war groß, als das Projekt gelang.
Dann endlich der große Augenblick, ob die Wasserleitung und Pumpe funktionieren.
Der Blitzschutz und Controller funktionierten für 5 Minuten, doch dann war plötzlich die Stromverbindung wieder weg. 
Deshalb musste die Stromleitung direkt an den Elektromast anschlossen werden. 
Dies klingt einfach, dauerte aber ein paar Stunden und war auch etwas gefährlich…
ie Bedingungen in dieser Gegend sind herausfordernd.
Heftige Regenfälle ließen den Arbeitsablauf langsamer werden.
Etwas weiter oben lagen 2 Meter Schnee…
Die Instandsetzung des elektrischen Anschlusses dauerte bis nach Einbruch der Dunkelheit und war nepalesisch…
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Dies war der alte Tank, welcher nach einem Erdrutsch zerstört wurde…
Ankunft im ersten Bergdorf in der Dämmerung.
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Die Preise werden verhandelt.
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