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Bericht von der Reise im Januar 2026 in die Ausläufer des Himalaya, Indien
Im Januar 2026 reisten Michael und Alexandra erneut für den FriendCircle WorldHelp nach Nordindien. Mitten im Winter und aufgrund eines sehr kurzen Aufenthalts erfolgte die Anreise zunächst nach Delhi, gefolgt von einem Inlandsflug weiter in den Norden nach Chandigarh. Von dort aus ging es unmittelbar weiter in die Ausläufer des Himalaya.
Die Tage vor Ort waren von einem eng getakteten Ablauf geprägt: Einkäufe organisieren, Materialien vorbereiten und anschließend die direkte Verteilung – unterstützt von langjährigen lokalen Freunden und Helfern. In den Wochen vor der Ankunft hatte anhaltender Hochnebel die Region geprägt, mit grauem Himmel und kaum Sonnenlicht. Während des Aufenthalts des Teams zeigte sich jedoch teilweise auch die Sonne, sodass die Temperaturen tagsüber zeitweise etwas angenehmer wurden und die Situation dadurch etwas besser auszuhalten war – auch wenn es insgesamt kalt blieb: nachts nahe am Gefrierpunkt, tagsüber oft unter zehn Grad, und selbst in einfachen Unterkünften war der Kälte kaum zu entkommen.
Viele Menschen leben dort in notdürftigen Behausungen aus Planen und einfachen Materialien. Feuerholz ist knapp und wird meist ausschließlich zum Kochen verwendet – eine Möglichkeit, sich wirklich aufzuwärmen, fehlt oft vollständig. Die ohnehin schwierigen Lebensbedingungen werden durch die winterlichen Temperaturen zusätzlich verschärft. Während ihres Aufenthalts stellten sich Michael und Alexandra immer wieder dieselbe Frage: Wie halten die Menschen diese Kälte unter solchen Umständen aus?
Vor Ort wurden Wolldecken, Obst, Hygienepakete sowie Schulmaterialien und Schultaschen eingekauft, um sie gezielt an Familien und insbesondere an Kinder unterhalb der Armutsgrenze zu verteilen. Ergänzt wurde dies durch zahlreiche selbstgestrickte Mützen und Schals – liebevoll gefertigt von den engagierten Strickfreundinnen des Projekts, die ebenfalls verteilt werden konnten.
Besonders berührend waren die Momente der Verteilung: Die Menschen warteten geduldig, oft über längere Zeit, ruhig und respektvoll in Reihen. Als sie schließlich Decken, Kleidung oder Schulmaterialien erhielten, spiegelte sich große Dankbarkeit in ihren Gesichtern. Viele gingen mit einem strahlenden Lächeln, einige mit leuchtenden Augen und leisen Worten des Dankes – Momente, die trotz aller Härte der Umstände Hoffnung und Menschlichkeit spürbar machten.
Auch für unser Team war die Kälte durchgehend spürbar. Selbst in dem einfachen Hotel, in dem sie untergebracht waren, gab es keine Heizung. Warmer Chai und gelegentliche warme Mahlzeiten boten kleine Momente der Wärme und halfen, die Tage unter diesen Bedingungen zu bewältigen.
Auf der langen Rückreise begleiteten die vielen Eindrücke und Begegnungen das Team weiterhin. Auch zurück in Deutschland blieben die Bilder und Gedanken präsent – verbunden mit der Hoffnung, durch die geleistete Hilfe zumindest ein wenig Linderung gebracht zu haben.

